Hans-Jürgen Abt: „Die Gegner werden es schwer haben gegen uns“

Hans-Jürgen Abt: „Die Gegner werden es schwer haben gegen uns“

200.000 Menschen an der Königsallee in Düsseldorf, die DTM auf allen Sendern und in allen Zeitungen. Wie groß ist die Vorfreude auf den Saisonstart?
Hans-Jürgen Abt: „Natürlich wächst überall die Anspannung. Aber wenn man die ganzen beigeisterten Menschen in Düsseldorf gesehen hat, dann steigt vor allem die Vorfreude. Besonders bei den Fahrern, die sehen, welchen Stellenwert die DTM in Deutschland inzwischen hat. Selbst Ralf Schumacher, der ja bestimmt schon viel gesehen hat, sagte, er hätte so etwas noch nie erlebt.“


Auf dem Auto von Mattias Ekström wird die Startnummer eins des aktuellen Champions deutlich zu sehen sein. Was werden Sie unternehmen damit diese begehrte Zahl auch im kommenden Jahr im Team von Abt Sportsline bleibt?
„Einen großen Teil der Vorbereitung hat Audi Sport bereits mit der Entwicklung des neuen Audi A4 DTM und der Zusammenstellung eines starken Fahrerkaders erledigt. Ich freue mich, dass für Abt Sportsline die gleichen vier Piloten wie im Vorjahr an den Start gehen, denn ich bin mir sicher, dass wir ein schlagkräftiges Quartett beisammen haben. Meine Mannschaft wird alles dafür tun, ihren Teil zum Erfolg beizutragen, das heißt: perfekt vorbereitete Autos, perfektes Teamwork an den Rennwochenenden, perfekte Boxenstopps.“


Ihr Team ist dafür bekannt, dass trotz aller Professionalität der Humor nicht zu kurz kommt. Wie wichtig ist Ihnen als Teamchef diese Philosophie?
„In einer Serie wie der DTM ist perfektes Teamwork der Schlüssel zum Erfolg. Wir bei bei Abt Sportsline versuchen deshalb schon immer, höchste Professionalität zu kombinieren mit einer großen Portion Menschlichkeit und auch Spaß. Denn nur wenn die Arbeit Spaß macht – und das gilt für einen Rennfahrer genauso wie für einen Mechaniker – dann ist man zu Höchstleistungen fähig und auch bei Rückschlägen voll motiviert. Diese Philosophie leben wir, beispielsweise mit gemeinsamen Ausflügen oder Wochenenden.“


Hinter den Lenkrädern sitzen zwei Skandinavier und zwei Deutsche, die Fahrerbesetzung ist die gleiche geblieben. Welche besonderen Qualitäten haben Mattias Ekström, Tom Kristensen, Timo Scheider und Martin Tomczyk?
„Jeder der vier Jungs ist ein potenzieller Kandidat für den Titel. Mattias, Tom und Martin haben alle schon Rennen gewonnen und um die Meisterschaft gekämpft. Timo kann das auch, hat sich aber im vergangenen Jahr in den Dienst von Audi und Mattias gestellt. Fahrerisch sind also alle vier absolute Top-Leute, darüber brauchen wir nicht zu reden. Darüber hinaus sind sie aber auch feine Jungs, die zusammenhalten, sich gut verstehen, Spaß miteinander haben und sich gegenseitig den Erfolg gönnen. Vielleicht ist jemand im Fahrerfeld schneller als einer der Audi-Jungs – aber gegen die mannschaftliche Geschlossenheit wird es jeder schwer haben.“


Was haben Sie an dem Audi A4 DTM für die neue Saison verbessert?
„Ein Meisterauto noch besser zu machen, ist bestimmt eine der schwierigsten Aufgaben, die es gibt. Audi Sport hat deshalb schon frühzeitig mit der Entwicklung des neuen Autos begonnen, so dass es bis zum Saisonstart reichlich Testkilometer auf den Reifen haben wird. Das DTM-Reglement ist eng gesteckt, deshalb sind große Schritte natürlich schwierig. Aber Sie können davon ausgehen, dass die Profis in Ingolstadt und Neckarsulm sich nicht ausgeruht und viele Details weiter entwickelt haben. Ich finde, man sieht schon auf den ersten Blick, dass der neue A4 DTM noch ein Stück aggressiver und angriffslustiger daher kommt.“
 

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